Digitale Verwaltung lebt von Daten. Sie sind Grundlage für interne sowie externe Entscheidungen, Prozesse und Services. Gleichzeitig zeigt sich in vielen Kommunen ein bekanntes Spannungsfeld: Daten sind vorhanden, aber sie entfalten ihren Nutzen nur eingeschränkt. Unterschiedliche Systeme, isolierte Fachverfahren und manuelle Schnittstellen erschweren die Zusammenarbeit.
In diesem Kontext taucht immer häufiger der Begriff der (urbanen) Datenplattform auf. Doch ist eine solche Plattform wirklich die Antwort auf die aktuellen Herausforderungen in Kommunen und Behörden? Oder liegt der eigentliche Hebel an einer anderen Stelle?
Urbane Datenplattformen: sinnvoll, aber nicht für jede Herausforderung
Urbane Datenplattformen verfolgen in der Regel ein klares Ziel: Sie bündeln große, heterogene Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen, bereiten diese auf und stellen sie für Analyse, Visualisierung oder als Open Data bereit. Häufig stehen dabei Themen wie Umwelt, Verkehr, Energie oder Stadtplanung im Fokus. Für strategische Fragestellungen können solche Plattformen einen wichtigen Beitrag leisten. Sie helfen dabei, Daten zentral verfügbar zu machen und Zusammenhänge sichtbar zu machen.
Gleichzeitig zeigt die Praxis: Nicht jede Kommune steht vor der gleichen Ausgangslage oder verfolgt dieselben Ziele. Viele Herausforderungen im Verwaltungsalltag lassen sich nicht allein durch das Sammeln und Visualisieren von Daten lösen. Der Knackpunkt liegt häufig woanders: Wie erhalten Kommunen Zugang zu den vorhandenen Daten? Was passiert nach der Bereitstellung? Und welche Prozesse greifen tatsächlich auf welche Daten zu?
Datenvielfalt in der Verwaltung: eine kurze Bestandsaufnahme
In Kommunen und Behörden existiert in der Regel kein Mangel an Daten. Vielmehr sind sie über zahlreiche Fachverfahren verteilt:
Melderegister
Bau- und Genehmigungsverfahren
Personal- und Finanzsysteme
Dokumentenmanagement
weitere spezialisierte Fachanwendungen
Jedes System erfüllt seine Aufgabe. Problematisch wird es dort, wo Informationen fachverfahrensübergreifend benötigt werden. Dann entstehen typische Herausforderungen:
Insellösungen ohne durchgängige Schnittstellen
Medienbrüche zwischen Systemen
manuelle Exporte und doppelte Datenpflege
fehlender Kontext bei der Nutzung von Informationen
Das Ergebnis: Prozesse werden unnötig komplex, fehleranfällig und zeitaufwendig. Die zentrale Frage lautet daher weniger: Wo speichern wir unsere Daten? Sondern vielmehr: Wie bringen wir bestehende Daten sinnvoll zusammen und nutzen sie dort, wo sie gebraucht werden?
Der Intrexx-Ansatz: Daten nutzbar machen statt nur sammeln
An dieser Stelle setzt der Ansatz von Intrexx an: nicht nur als klassische Datenplattform, sondern als Anwendungs-, Datenintegrations- und Prozessplattform sowie zentrale Drehscheibe, zum Beispiel für die öffentliche Verwaltung.
Das Herzstück des Datenmanagements
Intrexx fungiert als zentraler Knotenpunkt für bestehenden Fachverfahren. Die führenden Systeme bleiben bestehen, während relevante Daten angebunden und zusammengeführt werden. Ziel ist nicht die Ablösung vorhandener Lösungen, sondern deren sinnvolle Vernetzung.
Plattform zur Datenintegration und -nutzung
Statt Daten lediglich zu sammeln, ermöglicht Intrexx deren gezielte Nutzung in Anwendungen und Prozessen. Informationen aus unterschiedlichen Quellen werden kombiniert und im jeweiligen fachlichen Kontext bereitgestellt, etwa für Mitarbeitende, Sachbearbeitende oder Führungskräfte.
Individuelle Anwendungen
Auf Basis integrierter Daten lassen sich zusätzliche Anwendungen und Verwaltungsprozesse flexibel erstellen, angepasst an die jeweiligen Anforderungen von Kommunen und Behörden. Prozesse können individuell modelliert, erweitert oder verändert werden, ohne bestehende Fachverfahren ersetzen zu müssen. Arbeitsschritte greifen dabei direkt auf aktuelle Informationen aus unterschiedlichen Systemen zu. Das reduziert manuelle Übertragungen, vermeidet Medienbrüche und schafft Transparenz, sowohl innerhalb der Verwaltung als auch gegenüber Bürgerinnen und Bürgern.
Kontext statt Datensilo
Ein entscheidender Unterschied zu klassischen Datenplattformen liegt im Fokus: Intrexx speichert Daten nicht um ihrer selbst willen. Der Mehrwert entsteht durch Kontext, durch die Verbindung von Daten, Prozessen und Rollen innerhalb der Organisation.
Nachnutzbarkeit als Schlüssel für nachhaltige Digitalisierung
Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Nachnutzbarkeit von Daten und Anwendungen. Einmal integrierte Informationen können in unterschiedlichen Szenarien verwendet werden:
in verschiedenen Verwaltungsprozessen
für unterschiedliche Organisationseinheiten
intern wie extern
So entsteht eine flexible Grundlage, auf der Kommunen ihre Digitalisierung schrittweise weiterentwickeln können, ohne jedes Mal bei null zu beginnen. Das stärkt nicht nur Effizienz und Qualität, sondern auch die Zukunftsfähigkeit der IT-Landschaft.
Daten entfalten ihren Wert erst im Prozess
Die Diskussion um Datenplattformen zeigt: Es gibt nicht die eine Lösung für alle kommunalen Anforderungen. Während urbane Datenplattformen vor allem auf Analyse, Transparenz und strategische Auswertungen abzielen, liegt die eigentliche Herausforderung vieler Kommunen im Verwaltungsalltag woanders. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Daten zentral zu sammeln, sondern bestehende Informationen sinnvoll miteinander zu verknüpfen und in konkrete Anwendungen und Prozesse zu überführen. Erst wenn Daten dort verfügbar sind, wo sie benötigt werden, im jeweiligen fachlichen Kontext, entstehen spürbare Entlastungen und Mehrwerte.
Plattformen, die Datenintegration, Prozessgestaltung und Anwendungsentwicklung zusammendenken, schaffen dafür die notwendige Grundlage. Sie ermöglichen es Kommunen, ihre vorhandenen Systeme weiter zu nutzen, Prozesse flexibel zu gestalten und Digitalisierung Schritt für Schritt voranzubringen. Damit wird deutlich: Der digitale Reifegrad einer Verwaltung bemisst sich weniger an der Menge verfügbarer Daten, sondern an der Fähigkeit, diese wirksam einzusetzen.





